Haus zur steinernen Glocke (Dům U Kamenného zvonu)

Beschreibung

Das Haus zur steinernen Glocke (tschechisch Dům U kamenného zvonu) befindet sich am Altstädter Ring (Hausnummer 16) in Prag, rechts neben dem spätbarocken Palais Kinsky.

Geschichte

Es wurde Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut und wahrscheinlich unter König Johann von Luxemburg zum Stadtpalast umgebaut und aufgestockt. Diese Zuweisung bleibt jedoch Spekulation, vor allem wegen der außergewöhnlichen Größe und Ausstattung nimmt man ein Mitglied der königlichen Familie als Bewohner an und denkt zumeist an die Mutter Karls IV., die Přemyslidenfürstin Eliška, die nach chronikalischer Überlieferung ein Haus in der Altstadt besessen hatte. Auch Karl IV. selbst sollte nach seinem Einzug in Böhmen während der Renovierung seines künftigen Sitzes, der Prager Burg, in diesem Haus gewohnt haben. Zwischen frühgotischen Kreuzstockfenstern standen Statuen, von denen Konsolen und Baldachine noch erhalten sind. Ein Ritter und zwei thronende Gestalten konnten aus den Resten rekonstruiert werden. Das Hauszeichen und der Namensgeber waren eine steinerne Glocke.

Als das Haus im 17. Jahrhundert barockisiert wurde, benutzte man über 12.000 ursprüngliche Bauelemente und Reliefsteine weiter. Es diente sozusagen als sein eigener Steinbruch. Nach weiteren Umgestaltungen wurde das Haus in den 1970er/1980er Jahren in den gotischen Zustand zurückversetzt, soweit die verschiedenen Bauelemente dies zuließen. Im Keller des Hauses, das für Ausstellungen genutzt wird, befindet sich ein Lapidarium für die Fragmente und eine kleine Ausstellung über die Geschichte des Hauses und der Rekonstruktion.

Weblinks

Kontakt Informationen

  • Adresse: Staroměstské nám. 605/13, Prag, 110 00, Tschechische Republik
  • GPS: 50° 5.26 N 14° 25.322 E

Karte

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